Angebot und Methoden

Ich bin Klinischer Psychologe und Psychotherapeut in Fachausbildung unter Lehrsupervision. Durch diese Doppelqualifikation kann ich diagnostische Abklärung und therapeutische Behandlung aus einer Hand anbieten und beide Bereiche eng miteinander verbinden. Das erleichtert eine präzise Einordnung Ihrer Beschwerden, eine passgenaue Therapieplanung und einen nachvollziehbaren, strukturierten Behandlungsprozess.

Manuel Pilz im Gespräch mit einer Klientin

Im Zentrum meiner Arbeit steht, neben einer umfassenden klinisch-psychologischen Diagnostik, die kognitive Verhaltenstherapie, unterstützt durch schematherapeutische Elemente und die Akzeptanz- und Commitment-Therapie (ACT). Diese Methoden haben sich in der Behandlung unterschiedlichster psychischer Beschwerden als besonders wirksam erwiesen.

Grundsätzlich fließen alle meine Angebote in den therapeutischen Prozess ein. Bei bestimmten Fragestellungen – etwa zur Klärung einer Verdachtsdiagnose, zur Einschätzung von Art und Schwere der Beschwerden, im Rahmen einer möglichen medikamentösen Mitbehandlung oder vor der Aufnahme in ein spezielles Therapieprogramm – biete ich einzelne diagnostische Leistungen jedoch auch gesondert an.

Meine Aufgabe ist es, aus den verfügbaren Methoden die passende Art der Behandlung auszuwählen und daraus einen individuellen Therapieplan für Sie zusammenzustellen. Nicht jedes Verfahren passt zu jeder Person. Entscheidend sind Ihr Anliegen, Ihre Ziele, Ihre Lebensumstände und das, was Ihnen erfahrungsgemäß hilft.

Für Interessierte finden Sie unten Informationen zu den Therapieverfahren, deren Vorteile sowie Hinweise zur wissenschaftlichen Evidenz.

Klinisch-psychologische Diagnostik

Klinisch-psychologische Diagnostik hilft dabei, Ihre aktuelle Situation strukturiert zu verstehen. Am Anfang steht meist ein ausführliches Gespräch, in dem wir Ihre Beschwerden, Ihre Lebenssituation und wichtige Vorerfahrungen besprechen. Je nach Fragestellung können zusätzlich Fragebögen oder standardisierte Testverfahren eingesetzt werden.

Ziel ist es, Ihre Symptome einzuordnen, mögliche Zusammenhänge zu erkennen und eine Grundlage für weitere Schritte zu schaffen. Es geht dabei nicht darum, „in eine Schublade“ gesteckt zu werden, sondern Ihre individuelle Geschichte und Ihre Stärken zu berücksichtigen.

Die Ergebnisse der Diagnostik werden mit Ihnen in Ruhe besprochen. Sie sollen nachvollziehen können, wie die Einschätzung zustande kommt und welche Optionen sich daraus ergeben. Auf dieser Basis lassen sich passende Therapieziele und ein sinnvoller Behandlungsplan entwickeln.

Wichtig ist mir hierbei eine wertschätzende und transparente Vorgehensweise. Sie entscheiden, was Sie mitteilen möchten, können jederzeit Fragen stellen und erhalten Raum für Rückmeldungen und Zweifel.

Weitere Informationen

Kognitive Verhaltens­therapie

Kognitive Verhaltenstherapie ist ein strukturierter und gut nachvollziehbarer Ansatz, um belastende Muster im Denken, Fühlen und Verhalten gezielt zu verändern. Ausgangspunkt ist Ihre aktuelle Lebenssituation: Wir schauen gemeinsam, in welchen Momenten es schwierig wird, welche Auslöser eine Rolle spielen und wie Sie bisher versucht haben, damit umzugehen.

Auf dieser Grundlage werden klare Therapieziele und konkrete Schritte vereinbart. Typisch für die kognitive Verhaltenstherapie ist, dass neue Strategien im Alltag erprobt werden – zum Beispiel der Umgang mit belastenden Gedanken, das Aufbauen hilfreicher Gewohnheiten oder das schrittweise Annähern an Situationen, die bisher gemieden wurden. Dadurch findet ein großer Teil der Therapie eigentlich zwischen den Sitzungen statt. So erleben Sie schneller konkrete Veränderungen und stärken Ihr Gefühl von Selbstwirksamkeit, weil Sie aktiv etwas tun können.

Die Vorgehensweise ist transparent und aktiv. Sie wissen, woran wir arbeiten und warum wir etwas tun. Methoden und Übungen werden verständlich erklärt und an Ihr Tempo angepasst.

Kognitive Verhaltenstherapie gilt als wissenschaftlich gut belegtes Verfahren und wird in vielen Leitlinien empfohlen – unter anderem bei Angststörungen, Depressionen, Zwangsstörungen, Traumafolgestörungen und Persönlichkeitsaspekten. Ziel ist immer, dass Sie dauerhaft wirksame Werkzeuge an die Hand bekommen, die Sie auch über die Therapie hinaus für sich nutzen können.

Weitere Informationen

Schema­therapie

Schematherapie ist ein Verfahren, das sich mit tiefer liegenden Mustern im Denken, Fühlen und Verhalten beschäftigt und damit die kognitive Verhaltenstherapie sinnvoll ergänzt. Während die kognitive Verhaltenstherapie vorrangig an aktuellen Problemen und konkreten Strategien im Alltag ansetzt, richtet die Schematherapie den Fokus stärker auf frühe Erfahrungen, die bis heute unser Erleben beeinflussen.

Im Zentrum stehen wiederkehrende Muster und innere Anteile, die beeinflussen, wie Sie sich selbst sehen, Beziehungen gestalten und auf Belastungen reagieren. Viele dieser Muster entstehen in Kindheit oder Jugend, etwa durch Zurückweisung, Überforderung oder fehlende emotionale Unterstützung, und können sich später in anhaltenden Selbstzweifeln, innerer Leere oder wiederkehrenden Beziehungskonflikten zeigen.

In der Schematherapie geht es darum, diese automatischen Reaktionen zu erkennen, einzuordnen und neue, hilfreichere Umgangsweisen zu entwickeln. Verhaltenstherapeutische Werkzeuge – etwa der Umgang mit Gedanken oder konkreten Verhaltensmustern – werden dabei um emotions- und beziehungsorientierte Techniken erweitert. Das ist besonders wertvoll, wenn Schwierigkeiten schon lange bestehen oder sich trotz vorheriger Behandlungen immer wieder ähnlich zeigen.

Schematherapie hat sich insbesondere bei Persönlichkeitsthemen, chronischen Verläufen von Angst und Depression sowie wiederkehrenden Beziehungsproblemen bewährt. In der Kombination mit kognitiver Verhaltenstherapie entsteht so ein Ansatz, der zugleich alltagsnah und tiefgehend ist.

Weitere Informationen

Akzeptanz- und Commitment-Therapie (ACT)

Die Akzeptanz- und Commitment-Therapie (ACT) ist eine Weiterentwicklung der kognitiven Verhaltenstherapie. Sie setzt dort an, wo der Kampf gegen belastende Gedanken und Gefühle selbst zum Problem geworden ist: Statt Angst, Grübeln oder Traurigkeit um jeden Preis loswerden zu wollen, lernen Sie, offener und gelassener mit ihnen umzugehen.

Gleichzeitig klären wir, was Ihnen im Leben wirklich wichtig ist, und übersetzen Ihre Werte in konkrete Schritte im Alltag. Achtsamkeitsübungen, Metaphern und erlebnisorientierte Übungen machen diese neue Haltung direkt erfahrbar.

ACT ist wissenschaftlich gut untersucht, unter anderem bei Depressionen, Angststörungen und Stress und Burnout. In Verbindung mit kognitiver Verhaltenstherapie und Schematherapie entsteht so ein Ansatz, der Veränderung und Annahme miteinander verbindet.

Weitere Informationen