Schwerpunkt · Vöcklabruck

Anpassungs- und Lebens­krisen

Eine Trennung, der Verlust eines Menschen, eine schwere Diagnose, ein Jobverlust oder ein abgebrochenes Studium können einem den Boden unter den Füßen wegziehen, auch Menschen, die zuvor stabil waren.

Worum geht es?

Krisen gehören zum Leben. Meist gelingt es mit der Zeit und mit Unterstützung aus dem Umfeld, sich an veränderte Umstände anzupassen. Manchmal sind die Belastungen aber so groß oder kommen so gehäuft, dass die eigenen Bewältigungsmöglichkeiten nicht ausreichen. Dann kann eine Anpassungsstörung entstehen: Betroffene grübeln ständig über das Ereignis, sind niedergeschlagen, ängstlich oder gereizt und bewältigen den Alltag nur noch mit Mühe. Die Beschwerden beginnen typischerweise innerhalb eines Monats nach dem belastenden Ereignis und klingen meist innerhalb von sechs Monaten wieder ab.

Auch Trauer ist eine natürliche Reaktion auf einen Verlust. Bleibt sie jedoch über lange Zeit sehr intensiv und macht das Leben kaum mehr möglich, spricht man von einer anhaltenden Trauerstörung, die gezielt behandelt werden kann.

Wie läuft die Behandlung ab?

Bei Anpassungs- und Lebenskrisen genügt oft eine kürzere, gezielte Begleitung. Typische Schritte sind:

  1. Stabilisieren und entlasten: Zuerst geht es darum, dass Sie wieder Boden unter den Füßen spüren: Schlaf, Tagesstruktur und Menschen, die Sie unterstützen.
  2. Das Geschehene einordnen: Gefühle wie Trauer, Wut, Angst oder Schuld bekommen Raum und werden als verständliche Reaktionen eingeordnet.
  3. Ressourcen aktivieren und Probleme lösen: Wir sammeln, was Ihnen früher in schwierigen Zeiten geholfen hat, und gehen anstehende Entscheidungen und Aufgaben strukturiert an.
  4. Neue Perspektiven entwickeln: Schritt für Schritt entsteht ein Bild davon, wie Ihr Leben unter den veränderten Umständen aussehen kann und was Ihnen dabei wichtig ist.

Wenn eine Krise sehr akut ist und Sie das Gefühl haben, es nicht mehr auszuhalten, finden Sie sofort Unterstützung unter Im Notfall.